Schinkenmesser

Nichts ist in einer Küche so wichtig, wie ein scharfes Messer. Das zeigt sich ganz besonders dann, wenn es um das Schneiden von dünnen Scheiben geht. Hierbei ist ein Schinkenmesser, auch als Slicing Knife bezeichnet, besonders hilfreich. Die Eigenschaften eines Schinkenmessers sind nicht nur beim Schneiden von Schinken wertvoll.

Schinkenmesser in Spanischer Tradition

Ein Schinkenmesser hat eine lange und schmale Klinge. Traditionell wird ein solches Schinkenmesser in Spanien zum Schneiden von dünnen Scheiben eines Hinter- oder Vorderschinken verwendet. Der markante Geschmack des Serrano-Schinkens entsteht erst durch solche hauchdünn geschnittenen Scheiben. Die stabile und gleichzeitig flexible Klinge mit einer Länge von meistens 26 cm passt sich beim Schneiden perfekt dem Fleischstück an. Der Schinken wird so nicht zerrissen oder faserig.

Vielseitige Verwendung vom scharfen Messer

Auch in deutschen Küchen hat das Schinkenmesser einen festen Platz. Mit ihm lassen sich alle Fleischarten und Wurstsorten in besonders dünne Scheiben schneiden. Die schmalen Klingen in Längen von 21 cm bis 26 cm vermindern den Widerstand beim Schneiden. Sie sind beidseitig geschliffen und enden rund oder mit einer Spitze. Mit solchem Messer gelingt das Tranchieren oder Filetieren von Fleisch und Fisch ebenso professionell, wie das Heraustrennen von Fett, Sehnen oder Gräten.

Damast Stahl und Kullenschliff

Verschiedene Hersteller von Qualitätsmessern bieten in ihrem Sortiment Schinkenmesser an. Die Klingen bestehen aus hochwertigem Messerstahl und sind nach besonderen Verfahren gehärtet. Eine dauerhafte Schärfe besitzen Messerklingen aus Damast Stahl. Diese Klingen sind in Handarbeit über zahlreiche Arbeitsgänge aus mehreren Lagen Stahl angefertigt. Dadurch verfügen sie über eine besondere Flexibilität und einen hohen Härtegrad. Solche Messer sind zwar teuer, aber der Preis wird durch ihre Langlebigkeit wieder ausgeglichen. Hat das Schinkenmesser einen Kullenschliff, ist der Klebeeffekt des Schnittgutes an der Klinge reduziert. Durch Einbuchtungen entsteht eine strukturierte Klingenoberfläche. Ein Luftpolster zwischen der Messerklinge und dem Schnittgut verringert die Haftung. Die reduzierte Reibung bewirkt eine besondere Schärfe des Messers.

Reinigung und Pflege beim Schinkenmesser

Immer einsatzbereit und lange haltbar soll das Schinkenmesser sein. Grundsätzlich ist eine Handreinigung zu bevorzugen. Es genügt, das Messer unmittelbar nach der Benutzung mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Essensreste sind zu entfernen. Besonders scharfe oder säurehaltige Lebensmittel können - anders als bei einem Keramikmesser - die Klinge angreifen. Besteht die Klinge nicht aus rostfreiem Stahl, ist sie mit etwas Speiseöl leicht einzureiben. Messerklingen sind niemals mit Scheuermitteln oder ätzenden Reinigern zu behandeln. Auch die schönen Holzgriffe sind mit einem leichten Ölfilm zu pflegen. Zur Aufbewahrung gehören Schinkenmesser nicht lose in den Küchenkasten. Hier können andere Metallgegenstände die Klinge beschädigen. Wer ein Schinkenmesser schärfen will, der muss dies nur mit einem professionellen Wetzstein machen.

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